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Projekt "Grüne Bänder"

Inmitten von Feldflur und Wiesen, längs von Wegen und Gewässern wachsen Bäume und Sträucher. Sie stehen da in Gruppen und Reihen, sie schließen sich zu Hecken, Gebüschen oder kleinen Feldgehölzen zusammen. Uns sind sie allbekannte Elemente in unserer Kulturlandschaft. Doch wie vertraut ihr Anblick und wie selbstverständlich ihre Existenz auch sein mögen, sie entstehen meist nie ohne Zutun des Menschen in dieser Region.

 

Eigentümer und Nutzer des Geländes auf denen Bäume und Sträucher wachsen haben deshalb eine besondere Verantwortung. Ihnen obliegt die Sicherung und die Pflege des Gehölzbestandes und sie sorgen dafür, das die Gehölze weiterhin

  • als Lebensraum für Pflanzen und Tiere erhalten bleiben,
  • einen mannigfachen Nutzen für Menschen bringen und
  • das heimatliche Landschaftsbild bestimmen.

 

Als Landschaftspflegeverband liegen uns diese „grünen Bänder“ in der Landschaft ganz besonders am Herzen, denn sie bilden eigene Lebensräume für Wildpflanzen und Tiere und dienen gleichzeitig als Rückzugsgebiet und Ausbreitungszentrum für Nützlinge in der biologischen Schädlingsbekämpfung. Mehr denn je bringen sie einen vielfältigen Nutzen durch Holz und auch Früchte. Sie wirken ausgleichend auf das örtliche Klima und prägen mit ihrem im Jahreslauf wechselnden Aussehen das Landschaftsbild.

 

Aus diesem Grund haben wir seit 2002 versucht mit Eigentümern und Nutzern von Grundstücken im ländlichen Raum Projekte zur Pflanzung von neuen Gehölzen zu fördern. So entstanden und entwickeln sich in Tiefensee, Naundorf, Benndorf, Döbernitz, Rödgen, Löbnitz, Reibitz, Serbitz, Quering, Kyhna, Mörtitz. Liemehna, Hohenprießnitz, Schönwölkau, Zschettgau, Pohritzsch, Kossa, Badrina, Brinnis, Kreuma, Hohenroda, Zschortau, Wolteritz Eilenburg und Delitzsch neue Gehölzbestände. Sie bilden ein Netz grüner Bänder, die zwar keiner direkten Nutzung unterliegen aber dennoch dem allgemeinen Wohl dienen.

 

Allein in den letzten vier Jahren wurden 40 neue Hecken in unserem Landkreis mit stattlicher Förderung und regionalen Betrieben, Vereinen und Privatleuten gepflanzt. Auch weiterhin werden wir an diesem grünen Netz arbeiten, um die Artenvielfalt für unsere künftigen Generationen weiter zu erhalten.