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Aktionstage

Spurensuche möglichProduktion von Tierspuren

Die Vorbereitung auf hoffentlich viele gut besuchte Veranstaltungen mit Schülern laufen auf Hochtouren. Unter anderem wurde bereits daran gearbeitet, Schülern vermitteln zu können, wie die „Fußabdrücke“ von Tieren aussehen. Diese Abdrücke werden Trittsiegel genannt. Sicher hat das schon so mancher Schüler mal im Wald bei einem Spaziergang gesehen. Aber wer weiß schon auf Anhieb, ob dieses Trittsiegel von einem Wildschwein, einem Hasen, einem Fuchs oder einem Eichhörnchen stammt? In welche Richtung ist das Tier gelaufen? Wie schwer oder wie groß war es? War das Tier im langsamen Spaziergang unterwegs oder eventuell auf der Flucht vor einem Räuber? Das alles sind Dinge, die man aus einer Spur herauslesen kann. Dazu muss man oder Schüler aber erst mal eine Spur finden. Damit dies sicher gelingt, wurden von uns Trittsiegel vorbereitet und in der Wiese vor unserem Umweltbildungsbereich am Schenkenberger Park „deponiert“. Hier kann dann sozusagen die Theorie in Trittsiegelkunde gelehrt werden, während es zu einem späteren Zeitpunkt direkt in den Wald geht und dort die Kür absolviert wird mit finden und deuten der Spuren. Dieses Projekt wurde möglich gemacht im Rahmen des Gewinnes aus dem Sächsischen Mitmach-Fonds 2020.

Eine Schulgruppe beim Gewässertag.

 

Wald, Wiese, Gewässer stehen in Sachkunde im Lehrplan. Damit die Themen aber nicht nur von der Schulbank aus besprochen werden, nehmen wir Schulklassen und andere Gruppen mit hinaus in die Natur. Auf der nächsten Wiese suchen wir nach typischen Wiesenbewohnern, keschern im nahegelegenen Teich nach Libellenlarven und begeben uns auf Spurensuche im Wald oder Stadtpark.

 

Unsere FÖJlerin Elsa berichtet von einem typischen Gewässertag.

 

"Bei diesem Aktionstag mit einer vierten Klasse ging es um das Thema Gewässer und seine Bewohner, welches wir anhand des kleinen Teiches neben dem Eilenburger Tierpark erforschten. Nach einer kurzen Einführung bzw. Wiederholung des Wasserkreislaufes und  einiger Wasserlebewesen ging es direkt los.

Mit Keschern und Becherlupen ausgestatttet suchten wir uns, in kleine Grüppchen geteilt, eine geeignete Stelle und nahmen zuerst Proben. Diese wurden dann in große Wannen geschüttet, sodass man die Tiere besser erkennen konnte. Und tatsächlich - wir fanden viele verschiedene Arten. Neben einer Menge an Eintagsfliegenlarven und unzählichen Wasserflöhen entdeckten wir Libellenlarven, Wasserskorpione, verschiedene Egel und sogar eine Köcherfliegenlarve. Auch Zuckmückenlarven, Schlammröhrenwürmer, Wasserasseln oder Ruderwanzen konnten wir finden. Ein absolutes Highlight waren jedoch die vielen kleinen Frösche, die am Ufer herumgehüpft sind.

Doch zum Schluss entdeckten wir noch eine ganz andere bizarre Kreatur. Es sah aus, wie ein kleines grünliches Plättchen, welches sich mit acht Beinen und zwei Saugnäpfen ausgestattet schnell durchs Wasser bewegte. Die Kinder waren sehr begeistert und unter dem Mikroskop sah es sehr lustig und erstaunlich aus. Da wir es aber nicht bestimmen konnten, einigten sich die Kinder auf ALIENTEICHROCHEN. Nach einiger Recherche fanden wir heraus, dass es sich dabei um eine Karpfenlaus - also einen Fischparasit handelt. Dieses Ergebnis war zwar etwas enttäuschend, doch trotzdem war es sehr spannend das Tierchen unter dem Mikroskop zu beobachten.

Anhand der gefundenen Tiere konnten wir abschließend die Gewässergüte des Teiches abschätzen. Mit vielen neuen Erkenntnissen und Erfahrungen ausgestattet, traten wir schließlich alle die Heimreise an."

 

Sophie von Eichborn erklärt, wie anhand der Tiere die Gewässergüte bestimmt werden kann.
Die Kinder hatten viel Spaß beim Keschern und Forschen.
Die Funde wurden unter dem Mikroskop angeguckt.
Alle waren interessiert dabei.
Ein Highlight der Kinder: die vielen kleinen Frösche am Ufer.
Eine Libellenlarve.
Sehr gefreut haben wir uns über den Fund dieser Köcherfliegenlarve.
Karpfenlaus - ein Fischparasit.
Wasserfloh