Gebänderte Prachtlibelle © G.Pistora
Eisvogel © G.Pistora
 

Gewässermaßnahmenplanung mit der Stadt Delitzsch am Werbener Graben

In Vorbereitung auf den nächsten Umsetzungszeitraum für Gewässermaßnahmen, fand eine Begehung mit den zuständigen Mitarbeitenden der Stadt Delitzsch am Werbener Graben statt. Der schnurgerade Graben, der der Entwässerung der drei Regenüberlaufbecken von Werben dient und den Kosebruch speist, war im Sommer stark verschilft und veralgt, da er der direkten Sonneneinstrahlung ausgesetzt ist. Der Rückhalt von Regenwasser in der Fläche ist ein wichtiges Instrument, um Trockenperioden gegenzusteuern. Durch die Renaturierung des Grabens mittels Beschattung, wird auch die Gewässerqualität, der Gewässerlebensraum sowie die Biodiversität vor Ort erhöht. Der beschattete Bereich trägt dazu bei, dass sich ein kühlender Korridor in der Landschaft etabliert und auch ein vitaler Lebensraum für die Arten der freien Landschaft entwickelt.


Geplant ist, entlang des Grabens, wechselseitig Weidenstecklinge zu stecken. Dies ist eine kostengünstige Maßnahme mit hohem Wirkungsgrad. Die Stecklinge werden von Kopfweiden in der Umgebung gewonnen. Die starke Vitalität der Weiden trägt dazu bei, dass ein grüner Ufersaum entsteht und dafür wenig Pflegeaufwand nötig ist. Bei vorgezogenen einzelnen Baumpflanzungen ist in den ersten Wuchsjahren regelmäßige Pflege vor allem in Form von Wässerung notwendig. Weiden haben einen starken Austrieb und bieten viel Potenzial für die erste Beschattung an Gewässern, haben sie erst einmal Fuß gefasst, können sich auch andere Gehölzarten entwickeln. Durch den säumenden Bewuchs entstehen vielfältige unterschiedliche Strukturen und damit diverse Lebensräume, so dass das Gewässer wieder zu einem vitalen Biotop wird. Ein vergleichbares Potenzial ist mit Einzelbaumpflanzungen, meist in gleichem Abstand gepflanzt, nicht zu erreichen.


Ab Oktober können die Kopfweiden wieder geschnitten und die Stecklinge hergestellt werden. Sobald das Material gewonnen ist, sollte es zügig verarbeitet werden, so dass die ersten Triebe im Frühjahr zu erwarten sind. 

 

Gerne können Interessierte bei den Arbeiten unterstützen, melden Sie sich dazu einfach bei uns per Mail:  

 

 

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Veröffentlichung

Di, 01. September 2026

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