Naturschutz zeigt Wirkung: Braunkehlchen am Werbeliner See nachgewiesen
Im November des vergangenen Jahres führte der Landschaftspflegeverband Nordwestsachsen gemeinsam mit den Mitarbeitenden des KoMoNa-Projekts am Werbeliner See und vielen Freiwilligen eine Freihaltungsaktion durch. Dabei wurde eine Fläche von fast 7 ha im Süden des Sees von Sanddorn und Ölweide befreit. Die Maßnahme fand im Rahmen des Modellprojekts „Naturschutzstation mit Landesschwerpunkt“ statt und hatte das Ziel, wertvolle Lebensräume für seltene Vogelarten des Offen- und Halboffenlandes zu erhalten und aufzuwerten.
Bereits während der Arbeiten gelang ein bemerkenswerter Nachweis: Auf der Fläche konnten indirekte Hinweise auf ein Winterrevier des heute sehr selten gewordenen Raubwürgers festgestellt werden. Die Art legt Nahrungsdepots an und nutzt dafür bevorzugt dornige Sträucher, in denen Beutetiere aufgespießt und für spätere Zeiten aufbewahrt werden.
Nun zeigt sich ein weiterer Erfolg der Maßnahme: Während der aktuellen Brutperiode konnten die Vogelexperten Alexander Thomas und Valentin Fromm beobachten, dass ein Braunkehlchen-Paar die Fläche wiederholt als Brutrevier nutzt. Diese erfreuliche Feststellung ist besonders bedeutsam, da die Bestände des Braunkehlchens in Deutschland in den vergangenen Jahren drastisch zurückgegangen sind. Umso wichtiger ist es, bestehende Brutreviere durch gezielte Pflegemaßnahmen zu sichern und zugleich neue geeignete Lebensräume für diese gefährdete Art zu schaffen. Naturschutz zeigt Wirkung.
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Braunkehlchen am Werbeliner See
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