Highway für den Heldbock im Ausbau
In den letzten Wochen waren Spaten, Hämmer und Erdlochbohrer wichtige Begleiter des Teams des LPV Nordwestsachsen e.V. Es wurden 25 neue Pflanzstellen umzäunt und für die Pflanzungen von Stieleichen im Spätherbst/Frühwinter vorbereitet. Profilstäbe wurden in den Boden geschlagen, die Standorte mit Wildgatter umzäunt, Löcher für die Pflanzungen wurden vorbereitet. Das alles aus einem guten Grund:
Die Mulde mit den angrenzenden Auwiesen beherbergt ideale Buden für den Heldbock. Der Käfer kann dort in den Stieleichen leben, welche voll besonnt als einzelne, große Bäume heranwachsen können. Zumindest war das viele Jahre so, als die Kulturlandschaft noch durch Nutzung der Flächen geprägt war. Heutzutage muss die Landschaft gepflegt werden, um wertvoll entstandene Biotope und Biotopverbundsysteme zu erhalten. Damit der Heldbock auch in einigen Jahren noch geeignete Brutbäume finden und diese auch erreichen kann, pflanzt der LPV Nordwestsachsen Stück für Stück Stieleichen entlang der Muldeaue nach.
Unterstützung erhielt der LPV NWS durch den NABU-Verband. Zum einen wurde eine sich im Eigentum befindliche Fläche des Verbandes zur Verfügung gestellt und die Nabu-Gruppe ‚Biberhof‘ aus Torgau kam mit Expertise und Werkzeug ausgestattet nach Zschepplin, um das Projekt gemeinsam an den Start zu bringen.
Das Pflanzkonzept sieht vor, dass ein Pflanzgatter von 3 x 3 Meter gestellt wird, worin zunächst 4 Stieleichen gepflanzt werden. Durch die Pflege in den Folgejahren wird nach 5 bis 6 Jahren nur eine einzige der vier Eichen herausgepflegt. Da viele Neupflanzungen aufgrund von Trockenheit trotz Pflege eingehen, haben wir durch das erarbeitete Konzept eine Chance von 1:4.
Erste Eindrücke der Bauarbeiten auf dem Heldbock-Highway sind in der Fotogalerie zu sehen.
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