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Das Graue Langohr

 

Graues Langohr, Foto: Ulrich Zoephel

Aussehen:    Das auffälligste Merkmal der Grauen Langohren sind ihre 3-4cm großen Ohren. Vom Braunen Langohr ist diese Art nur durch ihre graue Fellfarbe und die längere sowie spitzere Schnauze zu unterscheiden. Das Fell um die großen Augen ist etwas dunkler gefärbt, als hätten diese Fledermäuse eine Maske auf.

Größe:          Graue Langohren können eine Größe von ca. 4-6cm erreichen. Ihre Flügel hingegen können eine Spannweite von 25 bis 29 cm erreichen.   

Nahrung:      Die kleinen Langohren ernähren sich vorrangig von Nachtfaltern, Käfern und Insekten, welche im Flug gefangen und anschließend zum Fressplatz getragen werden. Nur in seltenen Fällen sammeln sie ihre Beute direkt von den Blättern oder dem Boden auf.

Alter:             Diese Fledermausart kann ein Höchstalter von bis zu 25 Jahren erreichen. Aufgrund der vielen Gefahren werden Graue Langohren in freier Wildbahn jedoch meist nur 5-6 Jahre alt.   

Feinde:         Eine große Gefahrenquelle für die kleinen Säuger stellt der Mensch dar. Zu den natürlichen Feinden hingegen zählen Katzen, Eulen oder Marder.  

 

Gründe für Schutzmaßnahmen:

Allgemein gilt der Bestand des Grauen Langohres als konstant, doch vor allem in den nördlichen Teilen des Verbreitungsgebietes nehmen die Individuenzahlen weiter ab. Dabei wird die enge Bindung zu menschlichen Siedlungsräumen als Hauptproblem angesehen:

Wichtige Jagdgebiete gehen durch die Flurbereinigung im Siedlungsbereich oder die Reduzierung von Hecken und Feldgehölzen verloren oder werden durch den Bau von Verkehrsstraßen zerschnitten. Doch gerade der Straßenverkehr ist für die niedrig jagenden Fledermäuse ein Problem, da sie auf diese Weise häufig zu Verkehrsopfern werden. Des Weiteren werden Quartiere aufgrund unsachgemäßer Sanierungsmaßnahmen zerstört oder die Tiere durch Pestizideinsatz in Gebäuden vergiftet.

Kurz zusammengefasst stellt der Mensch also eine große Bedrohung für das Graue Langohr dar. Doch durch gezielte Maßnahmen kann dem entgegengewirkt werden. Ein wichtiger Punkt ist zum einen der Erhalt von Jagdgebieten. Durch das Anlegen von Fledermausbeeten im Garten können Nachtfalter und andere Insekten angelockt und somit eine Nahrungsgrundlage für die Langohren geschaffen werden. Zum Anderen ist die Sicherung von bekannten Fledermausdomizilen sehr wichtig. Im Zuge von Sanierungs- und Umbaumaßnahmen könnten des Weiteren neue Quartiere angelegt werden. Hierbei ist vor allem die Öffnung alternativer Wochenstuben in der Nähe zu bekannten Hangplätzen sehr effektiv.

 

Auf der Seite des NABU findet man die Bauanleitung für einen Fledermauskasten.

 

Graue Langohren
Schon gewusst?