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Landwirte pflegen Hecken
(2002-2007)

Feldhecken in unserem Kreisgebiet bestehen zum überwiegenden Teil aus schnellwachsenden Pappelgehölzen (Hybrid-Pappel) unterpflanzt mit heimischen Straucharten und langsamer wachsenden Baumarten. Diese Windschutzhecken wurden in den 50er und 60er Jahren gepflanzt, um einen schnellen Windschutz zu gewährleisten. Vorgesehen war die Pappelentnahme nach ca. 30 Jahren, um die darunter wachsenden Baumarten zu fördern. Die meisten Hecken weisen jedoch Pflegerückstände auf und zeichnen sich durch starke, hohe überalterte Pappelbestände aus, die weit in angrenzende Nutzflächen ausladen.

Als Landschaftspflegeverband sind wir daran interessiert, dass Hecken langfristig einen ökologisch wertvollen Zustand erhalten.
Mittlerweile bereiten die Hybrid-Pappeln, die ein durchschnittliches Alter von etwa 50 Jahren erreichen, in landwirtschaftlicher und ökologischer Sicht zunehmend Probleme. Die für viele Vogelarten und das Wild notwendige Strauchschicht und nachwachsenden Baumarten werden durch die dominierenden Pappeln unterdrückt. Herunterfallende Äste und Totholz verursachen außerdem zunehmend Schäden an landwirtschaftlichen Maschinen.
Seit 2002 versuchen wir mit Fördermitteln und angrenzenden Nutzern von Hecken Verjüngungsarbeiten durchzuführen und damit den Erhalt und die ökologische Aufwertung der Heckenstruktur zu erreichen.

Bei diesen Maßnahmen werden vor allem altersschwache und zu dicht stehende Bäume entnommen. Entstehen durch die Entnahme von alten Bäumen zu große Lücken in den Heckenbeständen, werden natürlich auch neue Bäume und Sträucher nachgepflanzt, damit wieder eine geschlossene Hecke entsteht. In Einzelfällen wird bei schwachwüchsigen Pappelhybriden und einem zu dichten stand nachwachsender Baumarten auch eine zusätzliche andere Laubbäume entfernt, um die vorhandene Strauchschicht zu fördern. Für Heckenpflegearbeiten gibt es Fördermittel, wobei 75 % durch die europäische Union und 25 % durch den Freistaat Sachsen finanziert wird.

Im Kreis Delitzsch wurden seit 2002 rund 30 Hecken in Kossa, Jesewitz, Gallen, Liemehna, Taucha, Zwochau, Kyhna und Wiedemar einer Pflege unterzogen. Die Arbeiten wurden zum überwiegenden Teil von den angrenzenden landwirtschaftlichen Nutzern der Flächen ausgeführt, deren Leistungen über Fördermittel finanziert wurden.

  Mit freundlicher Unterstützung von Barofke & Partner GbR.